Tradition seit mehr als 80 Jahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Qualität seit mehr als 80 Jahren!

Der Ursprung der Stempelfertigung in Oberursel liegt in Aschersleben (Sachsen-Anhalt) bei der Firma Hammer, welche sich mit der Herstellung von Metallstempeln, Nummerierwerken für Buchdruck und Prägewerkzeugen befaßte.

Georg Raab, von Beruf Maschinenbauer für Schuhmaschinen, kam nach dem 1. Weltkrieg bei der Arbeitssuche zur Firma Rockmann in Bad Homburg. Die Inhaber dieses Unternehmens kamen direkt aus Aschersleben, von der Firma Hammer. Unter anderem wurden hier Paginiergeräte und Datumstempel hergestellt.

Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation meldete die Firma Rockmann im Jahre 1919 Konkurs an, die Belegschaft mußte entlassen werden. Die Gebrüder Hummel, zwei ehemalige Mitarbeiter der Firma Rockmann und Georg Raab schloßen sich mit der mechanischen Werkstatt Escher in Oberursel zusammen, um die Fertigung von Metallstempeln weiterzuführen. Zum Teil wurden hierfür Werkzeuge aus der Konkursmasse aufgekauft, einen anderen Teil gab es noch als Lohnausgleich dazu. Obwohl das Geschäft gut lief kam es aufgrund der Inflation und Differenzen innerhalb der Firma zu Spannungen, sodaß sich die Brüder Hummel und Georg Raab aus der Firma zurückzogen. Die beiden Brüder wanderten nach Amerika aus und wollten Georg Raab mitnehmen, um dort ein neues Geschäft aufzuziehen, doch aus familiären Gründen beschloß er, in Deutschland zu bleiben.

1923 wurde damit begonnen, ein Wohnhaus in Oberursel/Bommersheim zu bauen, welches ein Jahr später, fast im Rohbau, bezogen wurde.

Am 30.04.1924 gründete Georg Raab eine feinmechanische Werkstätte im Keller diese Hauses, genauer gesagt in der 10m² großen Waschküche. In den Anfängen wurden hier Reparaturen an Fahrrädern durchgeführt, Fahrräder verkauft und Satz-Nummerierwerke für den Buchdruck und Paginiergeräte gefertigt. Josef Schmidt, Schwager von Georg Raab war der erste Mitarbeiter des Unternehmers.

Gefertigt wurde auf einer kleinen Drehbank mit Fußbetrieb und einer kleinen Fräsbank, welche durch Umlegen eines Riemens der Drehbank auch durch Fußbetrieb angetrieben werden konnte.

1926 ist eine Wand durchbrochen worden, um die Werkstätte zu vergrößern; eine Transmission mit einem 3,5 PS starken Elektromotor (für 20,-- gebraucht gekauft) wurde eingebaut. Somit konnten die Maschinen angetrieben werden und die Fertigung ging leichter und schneller.

Im Jahre 1928 kamen die ersten Verträge mit der Reichspost über die Lieferung von Poststempeln zustande. Durch die Erweiterung der Fertigung und Produktpalette wurde 1936 der Betrieb baulich erweitert, so konnte auf ca. 90m² mit inzwischen 5 Mitarbeitern produziert werden.

1939 begann der zweite Weltkrieg; die Belegschaft wurde bis auf einzelne zum Wehrdienst eingezogen, sodaß sich Georg Raab um andere, neue Aufträge bemühen mußte und dann als Zulieferer für die Vereinte Deutsche Metallwerke in Frankfurt tätig war.

Das Kriegsende 1945 war praktisch ein Neubeginn; Sohn Heinrich, der vom Militär als Feinmechaniker in München tätig war, kam nach Hause und am 1. Juli 1945 konnte mit Georg Fuchs, Hans Jäger und dem Lehrling Hans Brendel die Arbeit wieder aufgenommen werden. Der Anbau des Wohnhauses wurde ganz als Betriebsraum genutzt, im ersten Stock befanden sich das Büro und die Gravierabteilung, wo mit einer angemieteten Graviermaschine gearbeitet wurde. Im Keller befand sich die feinmechanische Werkstatt und im Altbau war das Lager für Material und Einzelteile.

Das Fertigungsprogramm bestand überwiegend aus Poststempeln für die Deutsche Post, sichergestellt durch langfristige Lieferverträge, aber auch Nummerierwerke und Paginiermaschinen wurden hergestellt. Die Belegschaft war inzwischen auf über 15 Mitarbeiter angewachsen, Lehrlinge konnten als Feinmechaniker ausgebildet, der Maschinenpark um Drehbänke, große Fräsmaschinen und vor allem Graviermaschinen erweitert werden. Die Fertigung von gravierten Schildern in Metall und Kunststoff sowie die Produktion von Stempeln aller Art wurde forciert.

1948 kam der zweite Sohn, Georg Anton, aus der französischen Kriegsgefangenschaft nach Hause und 1951 wurde die Firma in „Georg Raab und Söhne OHG“ umgewandelt. Auf einem zugekauften Grundstück wurden die Betriebsräume in Selbsthilfe gebaut, es entstand der erste Abschnitt eines 2-geschoßigen Betriebsgebäudes, welches 1956 zur jetzigen Größe fertiggestellt wurde.

1954 konnte das 30-jährige Bestehen mit inzwischen 23 Mitarbeitern gefeiert werden, die Aufträge der Kunden ließen kaum noch Wünsche offen; das Poststempel-Programm umfaßte außer Poststempeln mit Faust- oder Hammergriffen auch Handrollstempel, Sonder- und Werbestempel, Bezirksstempel mit Nummernwerk, Markenanfeuchter und Sonderanfertigungen.

Nummerierwerke und Metallstempel aller Art, Schilder, Gummistempel, Sport- und Ehrenpreise, Industriegravuren und Stempelzubehör rundeten das Lieferprogramm ab.

Am 31. Juli 1957 verstarb nach langer Krankheit der Firmengründer Georg Raab im Alter von 71 Jahren. Die beiden Brüder Heinrich und Georg Anton Raab übernahmen das Unternehmen zu gleichen Teilen unter der Bezeichnung „Georg Raab Söhne OHG“.

Durch die Einführung der Postleitzahlen 1963 wurden von der Post ca. 54.000 Poststempel benötigt, wovon das Unternehmen Raab etwa 27.000 herstellte, was eine Vergrößerung der Belegschaft mit sich brachte. Neue Maschinen, insbesondere Graviermaschinen der Firma Deckel, mußten gekauft werden, um den für das kleine Unternehmen sehr großen Auftrag bewältigen zu können. Durch die gute Auftragslage, nicht nur für die Post, sondern auch Sparkassen, Banken und Industrie waren zu dieser Zeit über 40 Mitarbeiter bei der Firma Raab beschäftigt.

1969 ist ein weiteres Gebäude auf dem Gelände entstanden um weiteren Platz für die Fertigung zu schaffen; In dem neuen Anbau fanden Büro und Aufenthaltsraum ihren Platz. Inzwischen konzentrierte sich das Unternehmen Raab mehr und mehr auf Industriekunden und erweiterte damit seinen Kundenstamm und die Produktpalette.

1974 waren 50 Jahre Firmenbestand erreicht, was natürlich auch groß gefeiert wurde.

1985 wurde das Unternehmen in 3. Generation unter dem Namen „RAAB STEMPELSYSTEME GmbH" von Karin Poppitz (geb. Raab) und ihrem Ehemann Jürgen Poppitz übernommen.

Die heutigen Inhaber sind genau wie ihre Vorgänger bemüht, den guten Ruf der Firma zu wahren, und durch hohen Qualitätsstandard und Zuverlässigkeit zu überzeugen.

„RAAB STEMPELSYSTEME GmbH“ setzt auf die neueste Technologie in der Fertigung. Schneller, perfekter und wirtschaftlicher produzieren heißt das Ziel. Aus dem kleinen Unternehmen, welches sich auf die Produktion von Poststempeln spezialisiert hatte, ist ein Industriebetrieb mit einer sehr großen Produktpalette gewachsen. Außer Prägewerkzeugen, Stahlstempeln und Prägestempeln werden nun auch Signierwerkzeuge für die Verpackungsindustrie hergestellt. Mit diesen Werkzeugen werden Produktions- sowie Haltbarkeitsdaten auf die Verpackung aufgebracht, genauso wie Herstellerdaten, Chargennummer u.v.a.m. Auch Industriegravuren für den Automobilbau und die Luftfahrtindustrie stellen einen großen Teil der Aufgaben von „Raab Stempelsysteme GmbH“.

1987 übernehmen die beiden Geschäftsführer der Firma „Raab Stempelsysteme GmbH“ die Produktion des Münchner Betriebes „Braungard“, und erweitern damit wieder die Fertigungs- und Liefermöglichkeiten. Die so übernommenen Maschinen und das Know-How des früheren Eigentümers ermöglichen eine noch schnellere und bessere Produktion von Post-, Werbe- und Sonderstempeln. Neu hinzu kommt die Herstellung von speziellen Maschinenstempel für die Firma NEC / Japan, welche weltweit Stempelmaschinen für Briefzentren entwickelt, baut und verkauft.

Einige Jahre später wird auch die Firma Hodapp Graviertechnik in Freiburg mit seinem Kundenstamm übernommen. Die neuen Produkte passen hervorragend in die Produktpalette von „Raab Stempelsysteme GmbH“; so werden unter anderem Kennzeichnungsstempel für die Videokassetten der Firma BASF hergestellt sowie Präge- und Signierringe zur Kennzeichnung von Dachziegeln im ungebrannten Zustand; auch im Fensterbau werden die Prägeringe von Raab eingesetzt.

Die Produktion von Poststempel bleibt auch weiterhin Bestandteil der Produktion, allerdings werden die Stempel mit Datumradsatz inzwischen weltweit geliefert. Zu den Hauptkunden zählen die Schweiz, Niederlanden, Luxemburg, Finnland, Thailand, Iran, Kroatien, Bosnien u.v.a.m.

1991 hält die neue Technologie Einzug im Hause Raab: Die erste CNC-Graviermaschine von der Firma Lang in Hüttenberg wird zur Produktion angeschafft. Nun können Prägestempel, Signierstempel und auch Sonderstempel in einer hohen Qualität graviert werden, wieder werden neue Betätigungsfelder erreichbar.

1993 entschliessen sich Karin und Jürgen Poppitz aus umwelttechnischen Gründen die Härterei des Hauses aufzulösen. Durch diese Veränderung finden die im gleichen Jahr angeschafften zwei neuen CNC-Graviermaschinen in dem freigewordenen Raum ihren Platz

Nur durch den Einsatz dieser modernen CNC-Graviermaschinen der Firma Lang ist die vorgegebene Fertigungszeit für die Umrüstung der Deutschen Post AG auf die Poststempel mit 5-stelliger Postleitzahl überhaupt möglich geworden. Wieder werden ca. 30.000 Poststempel gefertigt, graviert und montiert, allerdings in einem Zeitraum von 3 Monaten.

Durch Thomas Poppitz, Sohn der Geschäftsführer von „RAAB STEMPELSYSTEME GmbH“, ist die vierte Generation in dem Unternehmen tätig. Nach Abschluß seines Ingenieurstudiums an der Fachhochschule Gießen/Friedberg wird er nun als technischer Leiter eingesetzt. Sein Aufgabenbereich umschließt die neuen Technologien und deren Einsatz, so daß der gewohnte Qualitätsstandard des Unternehmens auch weiterhin erreicht wird.

1999 / 2000 „Gravieren mit Licht“ ist das neue Schlagwort kurz vor dem neuen Jahrtausend. Die neueste Technologie im Graveurhandwerk ist die Laserbearbeitung.

Das neue Lasersystem „SOLERO“ der Firma LANG in Hüttenberg ermöglicht zusätzlich zum Beschriften von Schildern oder Werbepräsenten das Abtragen von verschiedensten Materialien wie gehärtete und nicht gehärtete Stähle, Hartmetalle, Graphit, Aluminium, Kupfer, Messing, Titan, Keramik und andere Werkstoffe.

Durch diese Neuinvestition eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Fa. Raab Stempelsysteme GmbH, so können bereits gehärtete Formen graviert werden, unzugängliche Stellen in Formtaschen sind erreichbar geworden, wo ein Fräser aus physikalischen Gründen nicht mehr arbeiten könnte.

2001 Der Bereich Feinmechanik wir aufgerüstet, eine CNC-Drehmaschine wird ebenso angeschafft wie eine CNC-Fräsmaschine. Nun ist das Unternehmen auch hier mit den neuesten Technologien ausgestattet und kann seinen Kunden qualitativ hochwertige Problemlösungen anbieten.

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